Inuk und Pinto

Ich heiße Pinto, bin im Jahre 2006 geboren und ein wunderschöner, kastrierter, semmelblonder Galgorüde mit rehbraunen Augen und einer stattlichen Schulterhöhe von 70cm. Am 17.07.08 bin ich bei Silvia als Pflegehund angekommen. Ich hatte panische Angst vor der Leine. Von Tag zu Tag taute ich mehr auf, meine Vorsicht fremden Geräuschen und Menschen gegenüber, die ich nicht kenne, werde ich wohl nie ganz ablegen. Meine Pflegemama meint: "Ich bin ein absoluter Galgoschatz mit rehbraunen Augen." Ihr müsst wissen, dass ich einen positiven Leischmaniosetiter habe. Leider hat das viele Menschen abgeschreckt mir einen Adoptionsplatz zu schenken, aber meine Leber- und Nierenwerte sind ausgezeichnet und mit den Allopurinol Tabl. kann ich derzeit sehr gut leben. Ich hatte kein einfaches Leben. Ich wurde aus einer Rehala - einem Aufbewahrungslager der Jäger für ihre Hunde polizeilich befreit. Wir waren in einem schrecklichen Zustand, nicht alle von uns haben überlebt. Wir haben fast nichts zu fressen bekommen und oftmals auch nichts zu trinken. Beatriz aus dem städtischen Tierheim in Madrid hat sich meiner angenommen. Nun ja, ich habe leider meinen Adoptionsplatz in der Schweiz verloren, so dass Silvia mich an Weihnachten 2008 adoptiert hat.
ein herzliches Dankeschön an Beatriz: http://www.lavozanimal.com


Pinto ist am 22. Juni 2018 über die Regenbogenbrücke gegangen...

Manchmal wirktest du traurig und melancholisch, in dich gekehrt, aber wenn dir eine Hündin begegnete, zeigte dein Schwanzwedeln deine große Freude. Du hast nie gespielt, aber freutest dich immer über Streicheleinheiten und Zuwendung. Im Rennen über Wiesen und Felder hast du dein Trauma und deine schweren Tage, die du in Spanien durchleben mußtest, vergessen. Manche Ängste hast du nie überwunden.

10 Jahre warst du an meiner Seite, in den letzten 4 Jahren, als du mein Einzelhund warst, wurde unsere Bindung tiefer und tiefer. Die letzte Nacht mit dir war sehr schmerzhaft und doch so innig und tief, als du meine Nähe suchtest und ruhiger wurdest.

Du lebst weiter in meinem Herzen und in meiner Erinnerung, mein geliebter Pinto.
Ohne Schmerzen und Schmerzmittel rennst du über die Wiesen und Felder, so wie früher.
Deine schmerzhaften Erfahrungen mit Menschen, die du in deinen beiden ersten Lebensjahren in Spanien machen musstest und dich traumatisiert haben, sind jetzt ganz überwunden.

Mach`s gut, auf der anderen Seite! Du lebst weiter in meinem Herzen!

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken Sie uns restlos alles,
was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft,
was der Mensch je gemacht hat.
Roger Andrew Caras

Cora und Inuk

Ich heiße Cora und bin eine Galga aus Madrid. Ich wurde von Alba aufgenommen. Ich hatte kein Vertrauen mehr in die Menschen und es war sehr schwierig mich einzufangen, deshalb wurde ich "Acorralada"... die Umzingelte genannt. Ich kam im August 2002 als Pflegehund zu Silvia. Da Jager und ich uns so gut verstanden haben und ich auch meine Pflegemama mit meinem "Galgocharme" um die Pfoten wickelte, hat mich Silvia fix adoptiert. Ich bin übrigens taub, aber das ist kein Handicap für mich. Ich liebe Streicheleinheiten, am liebsten den ganzen Tag. Wenn mich Kinder sehen, meinen sie immer... da kommt ein Tiger. Die Menschen finden mich optisch wunderschön, aber auch meine inneren Werte können sich sehen lassen, denn ich bin eine sehr liebe und unkomplizierte Galga. Da seht ihr mich mit Inuk beim Rennen. Mein Frauchen sagt: "Es ist wunderschön Galgos beim Rennen zuzuschauen, wie sie mit einer Leichtigkeit über den Boden schweben."
ein herzliches Dankeschön an Alba: http://www.albaonline.org


Cora ist am 02. Februar 2014 über die Regenbogenbrücke gegangen...

August 2002 - du bist eingezogen, Acorralada - "die Umzingelte", so wurdest du in Spanien vom TSV "Alba" getauft, weil du umzingelt worden bist, damit du eingefangen werden konntest.
11 Jahre und 6 Monate hast du bei mir gelebt. Ich taufte dich um in den Rufnamen "Cora". Erst später stellte sich bei einem Audiometrietest heraus, dass du taub bist. Ich lernte von dir, dass du auch ohne zu hören... wunderbar leben kannst. Es ist mir gar nie aufgefallen. Ich hab dich gerufen... wie die anderen, und du kamst mit den anderen zurück.
Du warst optisch meine größte Hündin und doch die rangniederste. Es machte dir nie was aus, freiwillig den Platz zu räumen, wenn einer meiner anderen Hunde dich vertreiben wollte. Du bist einfach gelassen aufgestanden und hast dir einen neuen Platz gesucht, wo ich mir dachte, wehr dich doch einfach mal.
Du hattest zwei Gegensätze in dir: eine beeindruckende Gelassenheit in vertrauten Situationen und eine extreme Nervosität in veränderten Situationen.
So lange hast du mit mir gelebt und bist doch immer die Hündin gewesen, die einfach so..., ohne aufzufallen, mitgelaufen ist, neben den anderen.
Ich danke dir, dass ich dich seit dem Sommer so intensiv betreuen durfte, dir so nahe sein durfte, für dich da sein durfte.

Ein guter Hund stirbt nie -
er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand
wie in alten Zeiten.
Mary Carolyn Davies


Jager

Ich heiße Jager und bin ein Galgo aus Madrid. Mit 2-3 Jahren bin ich bei Beatriz im städtischen Tierheim im Umkreis von Madrid aufgenommen worden und im Dezember 2001 hat mich Silvia adoptiert. Ich hatte Glück, denn Galgos in Spanien haben kein einfaches Leben. Wir sind die Hunde der Galgueros, der Jäger in Spanien, die uns für die Hasenjagd sprichwörtlich "verwenden". Wir werden oft sehr schlecht behandelt und nach der Jagdsaison meistens auf brutalste Art und Weise entsorgt. Jährlich werden ca. 50.000 Hunde alleine in Madrid getötet. Mein Frauchen hat mit mir ihre Liebe zu Windhunden entdeckt, tja - ich habe sogar die Therapiehundeausbildung bestanden und verstehe mich mit großen und kleinen Menschen. Mein Frauchen sagt: "Ich bin ein ganz toller Hund."
ein herzliches Dankeschön an Beatriz: http://www.lavozanimal.com


Jager ist am 08. Jänner 2013 über die Regenbogenbrücke gegangen...

Jager - mein erster Galgo - Dezember 2001 - du bist eingezogen. Ich hatte dich nur auf dem Foto gesehen. Na ja - das ist jetzt mein Hund, dachte ich mir. Du warst so dünn und anders wie deine Hundevorgängerinnen. Von einer Berner Sennhündin aus Züchterkreisen zu einem Galgo espanol aus Tierschutzkreisen. Du hast mir sehr geholfen, den tiefen Schmerz meiner spurlos verschwundenen Berner Sennhündin zu lindern. 4 Monate nach ihrem Verschwinden bist du eingezogen.

Ich lernte dein Wesen schätzen, deine Selbstständigkeit, deinen eigenen Kopf, deine sensible Art und deine Verspieltheit. Du brachtest mich oft zum Lachen. Ich bestaunte dein rasantes Tempo, beim Lauf über die Felder und deine hochsensible Natur. Wie abgestumpft sind doch wir Zivilisationsmenschen. Wir haben die intuitiven Kräfte verloren.

Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen.
Christian Friedrich Hebbel


Ich war stolz darauf, dass du die Therapiehundeausbildung in Wien geschafft hast. Der Lärm im Wiener Prater und die Straßen in Madrid sind doch nicht so anders. Du hast mich tief beeindruckt, als du meinen Vater während dem Sterbeprozess vor 4 Jahren nicht aus den Augen gelassen hast. Du lagst neben ihm im Bett, Tag und Nacht, nur deine Mahlzeiten und die Spaziergänge haben dich von dort weggeholt, obwohl du doch mein Hund warst und nicht seiner und niemand zu dir gesagt hat, dass dort jetzt dein Platz ist.

Für die Jagd in Spanien warst du bestimmt nicht brauchbar. Du konntest doch keiner Fliege was zu leide tun und wußtest gar nicht wie man ein Lebewesen tötet. Doch liebtest du es die Plüschtiere in der Gegend rum zu werfen, so wie Katzen eben spielen. Du warst gelehrig, aber nur wenn was dabei rausschaute. Ohne Futter ging gar nichts.

Mit dir hat meine große Liebe zu diesen sanften, sensiblen, selbstständigen Geschöpfen, den Galgos begonnen, die mein Leben so sehr bereichern und beglücken. Und nie werde ich verstehen, wie Menschen euch in Spanien so brutal behandeln können. Manchmal wünschte ich kein Mensch zu sein und in deinen Körper schlüpfen zu können, um zu fühlen wie du fühlst.

Danke für deine Begleitung und all das, was ich von dir gelernt habe - mein geliebter Jager. Mit dir im Herzen zutiefst verbunden, wo immer du auch jetzt sein magst. Deine Silvia

Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich.
Louis Sabin


Inuk

Ich heiße Inuk und bin ebenfalls eine Galga aus Madrid. Zum Glück bin ich bei Anaa gelandet, denn mein Vorbesitzer hat mich sehr schlecht behandelt, ein Ohr wurde mir abgeschnitten und ich hatte große Angst vor Menschen, besonders vor Männern. Silvia hat mich im August 2002 als Pflegehund aufgenommen. Ich habe mich monatelang im Gartenhäuschen versteckt. Die Zeit heilt doch viele Wunden, auch wenn Narben zurück bleiben. An Weihnachten 2002 hat Silvia beschlossen, dass ich für immer bleiben darf und nicht mehr umziehen muss. Aus mir ist eine lustige und fröhliche Galga geworden. Wenn ich mich in vertrauter Umgebung mit meinen Menschen befinde, fühle ich mich am Wohlsten. Mein Frauchen sagt: "Es ist so schön zu sehen, wie eine Angstschnauze wie ich, wieder aufblüht, und sie kann es gar nicht verstehen, wie Menschen mit so sensiblen und sanften Geschöpfen wie uns Galgos, so brutal und grausam umgehen können."
ein herzliches Dankeschön an Anaa: http://www.anaaweb.org


Inuk ist am 15.11.2012 über die Regenbogenbrücke gegangen.......

Die Hündin mit den damals großen ängstlichen Augen verwandelte sich. Ihr Blick war einzigartig. Manchmal hatte ich bei ihr das Gefühl, sie schaut in meine Seele hinein. Sie hatte einen Blick, den ich nie vergessen werde. Sie lehrte mich, dass ein Lebewesen wieder Vertrauen fassen kann. Inuk hat Mici nach ihrem Tod einen ganzen Tag lang gesucht. Jetzt ist sie ihr nachgefolgt - 3 Monate später. Inuk hinterlässt bei mir eine sehr große Leere - die Hündin, die seit 10 Jahren nachts eng an meiner Seite lag und doch auch Freude, dass sie 10 Jahre als meine Begleiterin bei mir sein durfte.

Dieses Gedicht ist meiner geliebten Inuk gewidmet:

Seelenverwandte

Wir sind zu zweit im Raum, mein Hund und ich...
Ich begreife, dass in diesem Moment in ihm und in mir genau das gleiche Gefühl herrscht,
dass es zwischen uns keinen Unterschied gibt.

Wir sind identisch:
in beiden leuchtet das gleiche bange Flämmchen...
Nein, das sind nicht ein Hund und ein Mensch,
die miteinander Blicke tauschen...

Es sind zwei Paar identische Augen,
die fest auf den anderen gerichtet sind.
Und in diesen Augen, sowohl im Tier, als auch im Menschen,
liegt ein und dasselbe Leben,
das sich scheu an das andere schmiegt.

Ivan Turgenew

Mici

Ich heiße Mici und bin eine Magyar Agar Hündin. Ich komme aus Ungarn und wurde dort zur Zucht verwendet. Mein Besitzer hat Haus und Hof verloren und somit waren wir... seine Hunde - heimatlos. Wir kamen in ein Budapester Tierheim, was für ein Glück, obwohl ein ungarisches Tierheim kein Honiglecken ist. Ich kam im Dezember 2004 mit meiner Schwester Alica nach Österreich zu Silvia in Pflege. Zu der Zeit befand ich mich in einem sehr schlechten, gesundheitlichen Zustand. Im Sommer 2005 hat Silvia beschlossen, dass es auf eine Nase mehr oder weniger auch nicht mehr ankommt. Ich bin jetzt die Nummer vier der Langnasen im Hause. Ich bin sehr verschmust, anhänglich und folgsam. Am liebsten möchte ich den ganzen Tag verwöhnt werden. Mein Frauchen sagt: "Ich bin eine außergewöhnlich gehorsame Windhunddame, die immer alles recht machen möchte."
ein herzliches Dankeschön an die Menschen, die sich für die ungarischen Pelznasen einsetzen.
Infos über die Situation der Hunde in Ungarn: http://www.ungarn-tierschutz.de


Mici ist am 14.08.2012 über die Regenbogenbrücke gegangen.......

Ich möchte euch mitteilen, dass meine geliebte Mici am 14.08.12 um 18.30 Uhr ihren Körper verlassen hat. Sie war 7 Jahre und 8 Monate meine treue Begleiterin, beständig an meiner Seite, Tag und Nacht. So waren die letzten Monate, seit der Karwoche, mit ihr besonders intensiv, seit ich wusste, dass sie ein bösartiges Mammakarzinom hat und die OP nicht mehr helfen konnte. Der Tumor hatte bereits in die Lymphknoten gestreut. Ich danke Gott, dass sie bei mir sein durfte. In meinem Herzen haben alle meine Tiere einen ewigen Platz. Für mich ist jedes Tier, das ich umsorgen darf ein wunderbares Geschenk Gottes. Von jedem Tier lerne ich so viel, und sie lehren mich immer wieder loslassen, weil ihre Lebenszeit kürzer ist wie unsere. Ich liebte diese außergewöhnliche, anhängliche und folgsame Windhunddame aus Ungarn sehr. Doch weiß ich mit einer tiefen inneren Gewissheit, dass sie jetzt auf einer anderen Ebene weiterlebt, so war auch ihr Moment des Sterbens ein Moment der Freude und nicht der Trauer, ganz anders wie die schwereren Tage zuvor, auch wird sie mir in den nächsten Tagen und Wochen bestimmt sehr fehlen.

Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist von hier an einen anderen Ort, und wenn es wahr ist, was man sagt, dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden, welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?
Sokrates

Danke, dass du dich für mich entschieden hast!

Wir - die ehemaligen Pflegehunde von Silvia haben eine Adoptivfamilie gefunden.

meine Pflegehunde

Bei einem Besuch in Madrid bei Beatriz mit Cesar. Weiters meine ehemaligen Pflegehunde: Zen, Lalo, Lana, Inua, Mori, Alica, Maya, Moro, Simona und Charly.

"Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz."
Franz von Assisi